22.09.2015

Notfallsanitäter ist im Rettungsdienstgesetz des Landes verankert

Der Rettungsdienst ist in Bewegung. Steigende Einsatzzahlen – in Schleswig-Holstein hat es binnen 13 Jahren eine Zunahme um 44 Prozent auf rund 443.000 Einsätze pro Jahr gegeben – und steigende Anforderungen erfordern eine Anpassung der Rahmenbedingungen.

Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat jetzt eine Änderung des Rettungsdienstgesetzes beschlossen. Dabei wird das Landesrecht an das auf Bundesebene eingeführte Berufsbild des Notfallsanitäters angepasst. Damit ist eine gegenüber dem bisher maßgebenden Berufsbild des Rettungsassistenten längere Ausbildung und höhere Qualifikation verbunden. Für aktive Rettungsassistenten sind Übergangszeiten und eine Weiterqualifizierung vorgesehen. Die komba hatte sich an dem Gesetzgebungsverfahren durch Stellungnahmen beteiligt mit dem Ziel einer Qualitätssicherung sowie verträglicher und klarer Lösungen für die Beschäftigten.

Künftige Rolle privater Anbieter

Diese Aspekte stehen auch im Vordergrund bei einer weiteren Änderung des Landesrettungsdienstgesetzes, die bereits vorbereitet wird. Auch hier geht es ans Eingemachte, unter anderem um die Rolle privater Anbieter. Die komba spricht sich seit langem dafür aus, die Durchführung des Rettungsdienstes (nur) den öffentlichen Trägern zuzuordnen, damit im Wettbewerb keine falschen Anreize für Billiglöhne und Qualitätseinbußen gesetzt werden. Dieses Anliegen scheint realistisch, allerdings laufen private Anbieter bereits Sturm. Es bleibt also spannend, wir werden unsere Position jedenfalls nicht aufgeben.